23.07.2001

Jugend Kart Slalom des MC Mering e.V. im ADAC

8. Lauf zum Schwaben Pokal und

5. Lauf zur Südbay. ADAC Jugend-Kart-Slalom-Meisterschaft

am 22. Juli 2001

Eine schwarze Wolke schwebt stets über mir . . .

, so hießt ein deutscher Oldie.  Genau diese Wolke schwebte am 22. Juli 2001 über dem MC Mering beim 5. Lauf zur Südbayerischen Meisterschaft und beim 8. Lauf zum Schwabenpokal 2001.

Als ich gegen 11:00 Uhr den Austragungsort in Mering erreichte, traute ich meinen Augen nicht.  Im strahlenden Sonnenschein lief gerade die P 2 den Parcour ab.  Jetzt gab es zwei Möglichkeiten.  Erstens: meine Uhr ging falsch, aber bei einer Funkuhr hätte ganz Deutschland die falsche Uhrzeit, oder zweitens: irgendwelche segensreiche Einsprüche ereilten das Schiedsgericht.  Also machte ich mich auf einen längeren Aufenthalt in Mering gefaßt.  Nach kurzen Smalltalks mit anderen Anwesenden zeichnete sich folgendes Bild ab: der MC Mering hat den Meter neu definiert. Noch während die P1 ihre Runden drehte fiel einem Betreuer mit geeichtem "1,25 m Spurweiteblick" auf, dass hier etwas nicht stimmt.  Ein Metermaß brachte dann Gewißheit. 7 cm zuviel Spurbreite hinten, das würde einen Pylonenabstand von 1,72 m bedeuten.  Doch der wiederum betrug 1,65 m, unserem üblichen durch den ADAC festgelegten Maß.  Also wurde die Spurweite des Karts auf das normale Maß reduziert und das Rennen neu gestartet.  So weit so gut, jetzt konnte fast nichts mehr schiefgehen.  Doch weit gefehlt.  Am Ende der P1 erfolgte der nächste Einspruch.  Diesmal war das Ziel des Einspruches nicht die eingesetzten Karts, sondern der Parcour.  Hier schien etwas nicht dem Reglement zu entsprechen.  Heiße Diskus- sionen wurden geführt und dann der Parcour doch noch geändert.  Damit wollte der MC Mering Zeit einsparen, da sich die Fahrzeit um ca. 2 Sekunden verkürzte.  Diese Zeit- ersparnis wurde dann aber im Laufe der P 2 um ein vielfaches Multipliziert, da eine Zündkerze ihrer Bestimmung nicht mehr nachkommen wollte.  Also war ein Kerzenwechsel angesagt.  Jetzt konnte es unverzüglich weitergehen, bis ein hängender Gaszug das Rennen wiederum blockierte.  Kein großes Problem, der Schaden war schnell behoben und der nächste Fahrer startete.  Es war wirklich toll für den Fahrer, als er in der prallen Sonne mit Helm, auf den Chefmechaniker des MC Mering wartete um ihm seine Probleme mit nochmalig hängendem Gaszug zu schildern.  Nach erfolgter Instandsetzung des Karts konnte dann das Rennen fortgesetzt werden.  Zwischenzeitlich erkundigte sich schon ein Schiedsrichter ob der denn die Möglichkeit der Kündigung habe und wo er diese einreichen müße.

Durch die erhöhte Nachfrage nach den Leberkässemmeln kam es dann gegen 14:00 Uhr dort zum Engpaß, bzw. zum Ausverkauf..  Der Grill-Meister konnte seinen Grill wenigstens während der Veranstaltung säubern und wieder in sein Auto verladen.

Die Starter der P 3 gingen dann mit erheblicher Verspätung an den Start und konnten aber ihre Läufe ohne weitere Probleme absolvieren.  Wie es in den anderen Klassen weiterging vermag ich nicht zu berichten, da meine Tochter in der P 3 startet und wir den Ort des Geschehens nach der Siegerehrung verließen.